Tag 15


Wir hatten eine Übernachtung auf einem privaten Grundstück. In der Nähe vom Strand durften wir das Zelt aufstellen. In der Nacht war so starker Wind, dass das Zelt Macarena tanzte. Zu unserer Freude war es um 6 Uhr morgens windstill und keine Wolke am Himmel.
Um 6:15 war Abmarsch da wir nur bei Ebbe den Strand verlassen konnten. Daher gab es das Frühstück am Hatfield Beach mit Blick auf das Meer und die Sonne. Ein kurzer Marsch am Strand war herrlich an diesem Morgen. Um 8 Uhr kam wieder der Wind auf. Es ging durch die Stadt Millwater bis Silverdale.
Heute entspannte 9 km, dann mit dem Bus nach Auckland ins Hotel. Auch einkaufen, eine neue kurze Hose und ein zweites Paar Schuhe waren notwendig. Im Süden in den Bergen kann es schon mal krasse Temperaturunterschiede geben. Warm und sehr kalt mit Regen. Da kann ein Schuhwechsel Sinn ergeben😉.
Morgen und übermorgen sind Regeneration und Besichtigungen geplant, bevor es am Montag Richtung Taumanarui zum Kanu fahren auf dem Whanganui River geht.
Tag 16


Den ersten Ruhetag genossen wir mit einem Frühstück im Hotel, danach die restlichen Dinge für die Wanderung und ein paar Lebensmittel kaufen. Am frühen Nachmittag ging es dann zum Fischmarkt, dort genossen wir einen leckeren Fisch und die (besten) Pommes ever.
Später schlenderten wir gemütlich am Hafen entlang. Der Hafen von Auckland ist Neuseeelands größter Container-und Handelshafen. Die Auswahl an Geschäften und der Gastronomie ist hier vielfältig. Kilometer lang Reihen sich alle Arten von Geschäften, Bars, Take Away und viele Restaurants aneinander. Heute war ein entspannter Tag.
Auch einen Waschsalon im Hotel nutzen wir gerne. It smells not good.🤔
Tag 17


Der zweite Ruhetag startete gleich nach dem Frühstück ins NZ War Memorial Museum. Eingeschlossen in einem großen schönen Park genossen wir schon den 1 km langen Fußweg bis dahin. Ein tolles Museum was sehr schön die Geschichte Neuseelands und der Maori Kultur erzählt. Es ist das größte kulturhistorische und naturkundliche Museum dort.
Am Nachmittag gingen wir durch die Queens Road und zu unserem Erstaunen waren da mehrere Tausende Menschen unterwegs. In the Heart of the City kamen wir dem Sinn dieses Marsches auf den Grund. Man glaubt es kaum, Weihnachtsumzug (Farmers Santa Parade) mit allem drum und dran. 🧑🎄🧑🎄🧑🎄🌅Eine jährliche Veranstaltung am letzten Wochenende im November direkt durch das Zentrum. Festwagen, Musikkapellen, Tanzgruppen und natürlich der Weihnachtsmann.
Morgen geht es mit dem Bus weiter zum nächsten Standort, Taumarunui. Eine idyllische Kleinstadt auf der Nordinsel, das Tor zur Natur mit unberührten Landschaften.
Tag 18 und 19


Nach den Frühstück ging es am achtzehnten Tag ca 5,5 Stunden mit dem Bus von Auckland nach Taumarunui. Am späten Nachmittag erreichten wir das Camp Canoe Hire. Anmeldung zur Kanu Tour, Zelt aufstellen, essen, kurz chillen und ab ins Bett. Die Beine sind noch nicht so frisch 😂.
Gut ausgeschlafen startete Tag neunzehn. 8:30 war die Einweisung für die viertägige Kanufahrt. Gepaddelt wird ohne Guide daher nur in Gruppen möglich. Für die meisten Hiker ist es so wie uns beide die erste Kanufahrt. Einige heikle Passagen erwarten uns am Fluss.
Essen für sechs Tage ist die Empfehlung, da es bei stärkeren Regenfällen zu einer Auszeit kommen kann. 2 Fässer mit Essen falls es mal länger dauert. In den anderen drei Fässern wird das Material verstaut. Zwischen 39 und 47 km pro Tag erwarten uns. Ca 7 bis 8 Stunden pro Tag. Am Fluss gibt es kein Netz. In einem Camp gibt es eine Verbindung nach außen, deshalb ist es wichtig als Gruppe zusammen zu bleiben um evt. Hilfe leisten zu können.
Wenn alles gut geht sind wir am 30.11 in Whanganui um dort einen Guardian zu treffen. Wir sind zum Essen und zur Übernachtung eingeladen. Hier werden wir dann einiges über die Maori Kultur kennenlernen🔥💧😀🤝
Tag 20 und 21


Nach der Sicherheitseinweisung und einer zwei stündigen Autofahrt konnten wir nun endlich das Kanu zu Wasser lassen. Ein zwei mal im Kreis gefahren, dann ging es los. Kurz vor Mittag konnte das Abenteuer Fluss starten. Es ist die längste Etappe mit 47 km.
Da der Start so spät erfolgte haben wir ziemlich rasant begonnen. Spät am Abend angekommen, hatten wir starke Nacken und Schulter Schmerzen. Der Plan für nächsten Tag war es daher uns mehr treiben zu lassen. Ein sehr ruhiger schöner Fluss (Whanganui River) bis zu dem Zeitpunkt an dem die schwierigsten Stromschnellen immer wieder mal unerwartet auf uns zu rollten.
Kurz vor Etappenende wartete noch die 50/50% Passage auf uns. Wie der Name schon sagt eine 50% Chance nicht zu kentern🤔😂. In der Mitte der Strecke haben wir an einem herrlichen Ort Pause gemacht. Ein wichtiger Ort für die Maori-Gemeinschaft. Tieke Kainga ist der Name des Ortes und liegt am mittleren Flusslauf des Whanganui Rivers und eine beliebte Zwischenstation. Als wir dann ans Etappenziel kamen und uns bewusst wurde das eine der schwierigen Stellen schon die 50% Passage war, waren wir heilfroh mit einem Blauen Auge davon gekommen zu sein. Das Kanu war zum Teil mit Wasser gefüllt durch die hohen Wellen. Im Camp waren am Abend alle froh ohne kentern am Ziel zu sein. Erstmal viel essen 😄